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Vier Tage gelebtes Europa: Unsere Erasmus+-Begegnung in Mulhouse

Erstelldatum01.08.2026

Mit großer Vorfreude starteten 14 Schülerinnen und Schüler der Lerngruppen 7a und 7b am 15. Juni zu ihrer Erasmus+-Reise nach Mulhouse. Aus ersten Briefkontakten wurden echte Begegnungen, aus Sprachbarrieren lebendige Gespräche und aus vier Tagen im Elsass ein Stück gelebtes Europa. Dank der Förderung durch Erasmus+ konnten alle Jugendlichen teilnehmen und vielfältige Eindrücke sammeln – von nachhaltigem Leben über interaktive Workshops bis hin zu neuen Freundschaften.

Wir freuen uns schon so!“ sagte eine Schülerin am Ende einer Unterrichtsstunde, nachdem wir Steckbriefe und Fotos unserer französischen Partnerklasse in Mulhouse angesehen hatten. Nach vielen Monaten der Planung, Briefwechsel und eines Online-Meetings ging es am Montag, den 15. Juni, endlich los: Vier Tage lang wurden für die Lehrkräfte Eva Kübler und Johannes Thiel sowie die 14 Schülerinnen und Schüler der Lerngruppen 7a und 7b aus Nachbarn Begegnungen, aus Sprachbarrieren Gespräche und aus einer Grenze eine Verbindung. 

Möglich wurde dieses Abenteuer durch eine Förderung des europäischen Mobilitätsprogramms Erasmus+. Dieses Programm fördert den pädagogischen Austausch zwischen europäischen Schulen mit dem Ziel, das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit innerhalb Europas zu stärken.

Neben ökologischer Nachhaltigkeit und digitaler Bildung spielt bei Erasmus+ insbesondere die Inklusion eine wichtige Rolle. Das bedeutet, dass unsere Schule auch Kindern eine Auslandserfahrung ermöglichen konnte, denen es sonst aus finanziellen oder anderen Gründen nicht möglich gewesen wäre. 

Die folgenden Reiseeindrücke wurden von Franziska (7a) festgehalten und durch die Französischlehrerin Eva Kübler ergänzt: 

Mit dem Zug fuhren wir nach Mulhouse, dort wurden wir von Caroline Deiber, Deutschlehrerin am Collège Bel Air, in Empfang genommen. Sie begleitete uns in die Auberge de Jeunesse, wo wir unsere Zimmer bezogen, um dann direkt weiter zum Collège zu gehen. Ein 15-minütiger Fußweg führte uns bergauf zum Collège „Bel Air“, was übersetzt „schöne Luft“ bedeutet. Tatsächlich ist der neue Schulcampus mit seinen vielen Grünflächen ein einladender Ort, der uns sofort gefiel. 

Nach dem leckeren Mittagessen in der Schulmensa wäre es nach Ansicht der Lehrkräfte Zeit für ein Nickerchen im grünen Schulpark.

Doch unsere Neugier half uns über das Mittagstief hinweg.

Nun trafen wir unsere Partnerklasse zum ersten Mal persönlich – eine zwanzigköpfige, ebenso bunte Gruppe wie wir. Bei den Kennenlernspielen war die Verständigung zunächst noch schwierig, aber spätestens bei dem gemeinsamen Willkommensbuffet war das Eis gebrochen. 

Am zweiten Tag lernten wir den Marché von Mulhouse kennen und dass ein Wochenmarkt oft nachhaltiger als der Supermarkt ist.  Nachmittags erkundeten wir mit Hilfe einer Rallye in deutsch-französischen Teams die Innenstadt im Hinblick auf Klimawandel und Umweltschutz.  

Am dritten Tag besuchten wir das Écomusée in Ungersheim. In interaktiven Workshops erhielten wir Einblicke in historische Handwerks- und Alltagstechniken wie Töpfern, Weben und Kochen und erfuhren dabei viel über nachhaltiges Leben früher und heute.

Zum Abschluss des Tages durften wir uns noch im nahe gelegenen Freizeitpark Le Parc du Petit Prince austoben.  

Am letzten Tag erhielten wir von den französischen Jugendlichen eine Führung durch ihre Schule. Besonders spannend fanden wir, dass es dort eine Schulkrankenschwester gibt und ein CDI – eine schuleigene Mediathek, in der gelernt, recherchiert und Hausaufgaben erledigt werden können.

Mit vielen neuen Eindrücken, ersten Freundschaften und einem Sandwich à la française im Gepäck machten wir uns schließlich auf den Heimweg nach Waghäusel. So wurden aus vier Tagen im Elsass nicht nur viele schöne Erinnerungen, sondern auch ein Stück gelebtes Europa – ganz im Sinne von Erasmus+.